Drüben im Dschungel, wo praktisch alles ein Geheimnis ausstrahlt, erzählt man sich, daß es viele unsichtbare Wesenheiten gibt, die sich den Menschen nur in der Abgeschiedenheit zeigen, so, wie es die folgende Erzählung berichtet:
Eines Tages kam Marcelo in der Abenddämmerung ans Ufer des Flusses, um sein Netz auszuwerfen. So dasitzend, wartete er den Einbruch der Dunkelheit in der Hoffnung ab, ein volles Netz einzuholen. So ließ er die Stunden verstreichen und rauchte seine Mapachos. Als er fertig war, ging er daran, das Netz einzuholen, und zu seiner hellen Freude hatten sich, Stück um Stück wie er das Netz herauszog, viele Fische in ihm verfangen, eine Fülle von Beute. Doch in einem bestimmten Moment konnte er das schwergewordene Netz nicht weiter herausziehen, sosehr er sich auch anstrengte. Es mußte etwas viel Größeres sein als die Fischlein, dachte er, und da er nicht weiter vorankam, fiel ihm ein, seine Lanze zu gebrauchen, und mit der Lanze verteidigte er sich gegen die Kraft, die da im Netz kämpfte und die, wie er merkte, viel stärker war als er. Und da, in einem Moment, realisierte er, daß das, was er erwischt und mit seiner Lanze verletzt hatte, ein enormer Bufeo war, ein wirklich großer. Dieser verteidigte sich und versuchte, sich von der Lanze zu befreien. Trotz aller Versuche erlahmten die Anstrengungen Marcelos, er fiel zurück und schlief ein. Am folgenden Morgen erwachte er und siehe, am Ufer lagen all seine Fische. Doch seine Lanze war verschwunden und mit ihr der beeindruckende Bufeo. Jetzt erinnerte er sich an seine Träume, in den Händen von Polizisten gewesen zu sein, die ihn beschuldigten, mit der Harpune den Bufeo verletzt zu haben, doch seltsam, das spielte sich in den Tiefen des Flusses ab, in jener sagenhaften Stadt am Grund. Die Polizisten wollten ihn schon nicht mehr weglassen wegen der begangenen Übeltat, und als er zu allem Überfluß auch noch den Bufeo mit der in ihm steckenden Harpune sah,... ja, zum Glück, - und er wandte sich im Erzählen an mich - wenn Du dich vor solchem Unbill, das an jenen Orten lebt, schützen willst, vergiß nicht, immer ein paar Mapachos mit dir zu tragen, denn diese schützen dich, sie leiten dich, sie geben dir magische Energien, sodaß Du nicht viel tun mußt, um dich zu befreien, so wie ich es getan habe, als sie mich dort unten festhielten, um mich für meine Tat zu bestrafen. Was also tat er? Er erinnerte sich, daß er ein paar Mapachos in seiner Hemdtasche trug, entzündete eine, und siehe, der Geruch, den sie verströmte, ließ die Polizisten davonstieben, denn in jener Stadt sind Mapachos nicht willkommen, und so einfach, wie er seine liebe Zigarette rauchte, ließen sie ihn in Freiheit, und das ist es, was ihn der Tabak lehrte, und so versicherte er mir: "Ohne sie gehe ich nie von zuhause weg. Sie begleiten mich Tag und Nacht."