Clemens Kuby wurde 1947 als Sohn des Publizisten Erich Kuby geboren und ist in Oberbayern aufgewachsen. Er studierte in Berlin an der Freien Universität Geschichte, Jura, Soziologie und Volkswirtschaft, bevor er von 1969 bis 1972 das Studium zum Filmregisseur an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin absolvierte. Mit seinem ersten Film LEHRLINGE gewann er 1972 den 1. Preis der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, wodurch dieser Film viele Jahre ins Kino kam und vom ZDF ausgestrahlt wurde.

Seine Filme bereitete er mit teilweise monatelangen Arbeitseinsätzen vor, zum Beispiel als Maschinenschlosser im Schiffsbau und als Landarbeiter in einem biologisch-dynamisch geführten Agrarbetrieb. Das vollständige Eintauchen in das Milieu, über das er einen Film dreht, wurde zu seinem Arbeitsprinzip.
Von 1983 bis 1989 hatte er den Lehrauftrag für AV-Medien an der Fachhochschule München inne.

1983 drehte er in Eigenproduktion seinen ersten abendfüllenden Kino-Dokumentarfilm SCHNAPPSCHUSS mit Pina Bausch und Ariane Mnouchkine.
1986 bewies Kuby, dass man auch mit einem Dokumentarfilm das große Publikum erreichen kann: Für seine Eigenproduktion DAS ALTE LADAKH bekam er den Bundesfilmpreis und im ersten Jahr sahen mehr als 200.000 Kinobesucher den Film.

Der nächste Kino-Dokumentarfilm TIBET - WIDERSTAND DES GEISTES wurde mehrfach im Deutschen Fernsehen ausgestrahlt und lief danach noch erfolgreich im Kino. Mit diesem Dokumentarfilm wurde die breite Öffentlichkeit zum ersten Mal auf die chinesische Gewaltherrschaft in Tibet aufmerksam gemacht.

Mit seinem Filmepos LIVING BUDDHA übertraf Clemens Kuby seinen Kinoerfolg DAS ALTE LADAKH und erhielt dafür 1994 den Bayerischen Filmpreis.
Auch der nachfolgende Kinofilm TODAS - AM RANDE DES PARADIESES, ausgezeichnet auf dem Filmfest München 1996 mit dem one-future-Preis der Interfilm Akademie, war wiederum im Kino erfolgreich.

Seit 1998 produziert Kuby den neuen Kino-Dokumentarfilm UNTERWEGS IN DIE NÄCHSTE DIMENSION, der auf dem Filmfest München 2001 in einer Vorversion uraufgeführt wurde. Geplant ist darüber hinaus eine Dokumentarfilmserie über Schamanen in über 14 Ländern auf vier Kontinenten.


Filmografie Clemens Kuby (Auswahl)

1972 Lehrlinge, Kinofilm - 1. Preis Internationale Kurzfilmtage Oberhausen
1973 Werftarbeiter in Hamburg seit 1945, Gruppenproduktion
1974 Umstellung auf biologische Landwirtschaft, 3 Folgen auf Video
1976-1979 LTV, Lokales Video Fernsehen Solingen mit monatlichen Beiträgen
1982 Essen ohne Fleisch, ARD-Ratgeber Gesundheit
1983 Schnappschuss, Kinofilm mit Ariane Mnouchkine u. Pina Bausch
1984 Mein Leben, dass ich nicht mehr wollte, Fernsehproduktion
1984-1985 Die Sprechstunde, mehrere Beiträge für die BR-Sendereihe
1986 Das Alte Ladakh, Kinofilm - Bundesfilmpreis
1987 Der Dalai Lama zwischen Orient und Occident, Fernsehproduktion
1987 Neuseeland zu Pferde, Fernsehproduktion
1988 Tibet - Widerstand des Geistes, Kinofilm
1989 Die Not der Frauen Tibets, Fernsehproduktion
1990 Drei Jahre und drei Monate in Klausur, Fernsehproduktion
1994 Living Buddha, Kinofilm - Bayerischer Filmpreis (1995)
1996 Todas - am Rande des Paradieses, Kinofilm - One-Future-Preis auf dem Münchner Filmfest (1997)

seit 1998 Unterwegs in die nächste Dimension, Kinofilm (Start 2002).

 


 


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